Der goldene Faden wird weitergesponnen – jetzt auch am Goldschläger-Hotel
Kunstprojekt von Klaus-LEO Drechsel findet seine erste Fortsetzung – GEWOBAU und Bürgerstiftung „Unser Schwabach“ unterstützen die Installation
Zwei historische Gebäude, eine gemeinsame Zukunft – und ein goldener Faden, der sie symbolisch zusammenhält: Am Goldschläger Boutique Hotel in der Nürnberger Straße 2–4 hat das Kunstprojekt „Nadel mit goldenem Faden“ des lokalen Künstlers Klaus-LEO Drechsel seine erste Fortsetzung gefunden.
Das neue, mit Blattgold veredelte Fadenstück verbindet die ehemalige Iffland-Druckerei und die frühere Gaststätte „Zur Silbernen Kanne“, die von der GEWOBAU der Stadt Schwabach aufwendig denkmalgerecht saniert und zu einem Hotelensemble zusammengeführt wurden.
„Für die erste Fortsetzung meines Kunstprojekts hätte ich mir keinen passenderen Ort vorstellen können“, sagt Klaus-LEO Drechsel. „Das Hotel trägt das Gold bereits im Namen, greift die Schwabacher Goldschlägertradition auf und vereint zwei Gebäude zu einem neuen Ganzen.“
Erzählfaden
Der goldene Faden, der in den Spalt zwischen den beiden Gebäuden eingefügt wurde, steht dabei nicht nur für deren bauliche Verbindung. Drechsel versteht ihn zugleich als Sinnbild für Zusammenhalt und als „Erzählfaden“, der die Geschichte Schwabachs aufgreift und weiterführt. Sein künstlerisches Konzept sieht vor, mit goldenen Fadenstücken an stadtgeschichtlich bedeutsamen Orten auf die Besonderheiten der Stadt und ihr Kulturerbe des Blattgoldes aufmerksam zu machen. Auch Hotelpächter Fabian Lehmann war von der Idee sofort angetan und stimmte der Umsetzung gerne zu.
Für GEWOBAU-Geschäftsführer Harald Bergmann und Prokuristin Lisa Metscher ist das Kunstwerk eine passende Ergänzung des sanierten Ensembles: „Der goldene Faden macht die Goldschlägertradition noch einmal auf besondere Weise sichtbar. Dass unser Hotel die erste Ergänzung ist, freut uns sehr.“
Für den Vorstandsvorsitzenden der Bürgerstiftung, Ralf Gabriel, ist die Fortsetzung ein weiterer Schritt hin zu einer Kunstidee, die langfristig die ganze Altstadt bereichern könnte. „Der goldene Faden steht für das, was eine Stadt zusammenhält: ihre Geschichte, ihre Menschen und ihre gemeinsamen Wurzeln. Dass diese Idee nun weitergetragen wird, ist genau das, was wir mit unserer Förderung erreichen möchten.“ Gabriel würdigte zudem die hochwertige handwerkliche Ausführung des Kunstwerks, das aus Edelstahl gefertigt und mit Blattgold vergoldet wurde.
Aufruf für die Altstadt
Vorstandsmitglied Helga Schmitt-Bussinger ergänzte, dass diese erste Ergänzung nur der Anfang sei. Weitere goldene Fäden sollen folgen. Drechsel und die Bürgerstiftung hoffen, dass sich künftig noch mehr Hauseigentümer in der Schwabacher Altstadt für das Projekt begeistern. Langfristig könnte so ein Netz aus goldenen Fadenstücken entstehen, das historische Orte miteinander verbindet und sich vielleicht eines Tages sogar auf einer eigenen Stadtkarte erkunden lässt.
Den Ausgangspunkt bildete das große Kunstwerk „Nadel mit dem goldenen Faden“ am Nadlersbach an der Hördlertorstraße. Insgesamt 72 Privatpersonen und Unternehmen hatten dessen Realisierung mit Spenden ermöglicht, darunter auch die GEWOBAU.
Eine Informationstafel soll künftig noch auf das etwas oberhalb des direkten Blickfelds angebrachte Kunstwerk aufmerksam machen.
Interessierte Hauseigentümer können sich direkt an Klaus-LEO Drechsel unter Telefon 09122 8862000 oder per E-Mail an
